Montag, 18. Juni 2012

"Merci Pimm!"

Nach dem fabelhaften Hochzeitswochenende in und um Lille, brachte mich Iwonka netterweise und auf mir unbekannten Wegen nach Beauvais. Dort feierten wir den zweiten Geburtstag meines Patenkindes.

Après un week-end et un mariage fabuleux près de Lille, Iwona avait la gentillesse de m'amener à Beauvais en ne pas tout à fait quittant "le centre-ville". ;-) Nous y fêtions les deux ans de mon filleul.


Der Experte am Werk. Kassetten wechseln, anstellen, lauter drehen. Seine Lieblingsgeschichte ist die von den drei Schweinchen (Nüfnüf, Nifnif und Nafnaf) und dem bösen Wolf.

Voici l'expert. Allumer, changer les cassettes, monter le son... Son histoire préférée est celle des trois petits cochons (Nufnuf, Nifnif et Nafnaf) et le méchant loup.  



 Auch im Auto geht's gleich nach vorn, um den Kassettenspieler startklar zu machen.

Dans la voiture aussi, il faut tout de suite mettre en route les cassettes. =)


Ausflug in den Park.

Sortie au parc.

Mittwoch, 13. Juni 2012

The hills are alive...

Retrouvailles inattendues et imprévues à Freiburg avec les jeunes mariés...

Encore en France, dans le TGV à destination de Strasbourg, les deux cocos m'envoyaient un texto disant qu'après tout ils vont tout de même passer par Freiburg sur leur chemin vers Salzburg.  

Quelle joie de les revoir si vite... Leur visite rendait mon retour en Allemagne plus doux.


Jeudi après-midi: Après un bon café chez Hosi et Kevino, nous sommes allés au centre-ville pour faire le tour des magasins de jouet. Ensuite, nous avons bien sûr mangé un bon kébap allemand.


Prochain arrêt: L'endroit préféré de Marion en Allemagne... les 'glaceries'.
JB avait grande envie de prendre le 'Iceberg' - une coupe de 17 boules... 



Vendredi matin: Balcony breakfast. Ensuite, ils sont partis direction Schloss Neuschwanstein. =)

Moving (forward)

Die Studienzeit ist vorbei. Veränderungen stehen an. Der Umzug war deren sichtbarer Ausdruck.

Nach der wunderschönen Hochzeit in Lille und dem Wiedersehen mit meinem Patenkind in Beauvais blieb mir noch genau eine Woche, um alles vorzubereiten. Marion und Nicolas-Jean machten auf dem Weg nach Salzburg noch kurz einen Zwischenstopp in Freiburg. Dann kam auch sogleich Betti und half mir beim Kistenpacken, Ausräumen, Organisieren und Streichen.


Leinen los! Tschüssle Freiburg!


So sah es aus, als Betti Ende Mai nach Freiburg kam.


Bei aller Umzieherei blieb allerdings auch ein wenig Zeit, um sich von ein paar Freunden und Freiburg zu verabschieden. Die Bewerbung für's Referendariat und andere bürokratische Baustellen wollten ebenfalls bearbeitet werden. Ein letztes Treffen mit meiner Lieblingslektorin durfte natürlich auch nicht fehlen.


Betti und Kevino-Veritas - meine treuen Helfer, die ab und zu dafür sorgten, dass Guitchime nicht völlig durchdreht. DANKE ihr alten Umzugsprofis!!!  


Donnerstag: Blick ins fast leere Zimmer, das auf einen frischen Anstrich wartete. 


Die Kisten waren im Keller, die Möbel aufm Balkon.

Samstagmorgen um 2 Uhr kam mein verrückter Onkel mit seinem Gefährt in Freiburg an. Von 8 bis 9:3o Uhr schleppten, packten und verstauten wir alles. Dann machten Mille, Betti und ich uns auf den Heimweg. 9,5 Stunden und viele Lachanfälle später trafen wir in Schönhausen ein. Zur Begrüßung gab es Gegrilltes und Sekt. =)

Donnerstag, 10. Mai 2012

Bye bye Uni Freiburg ! ! !

I'm done! What a relief! Almost 6 years at Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg are now over. That thought is still kind of surreal. During 18 months I was writing my final paper and preparing for my final exams. So, a long period of hard work has finally come to an end.

Here is where a lot of the magic happened: my (not very 'German') desk. The 'learning by heart'-time mostly took place on my bed.



These are all the novels, plays and short novels I had to read for the exams in French literature. (As you can see, I sometimes just read an interpretion.) You can add about 60 articles which formed the theoretical background for the literature and linguistic part of the oral exam I passed on Wednesday.

Now:
- going to France for one week (Marion + Jean-Baptiste are gonna get married on my birthday!!!)
- moving home
- applying for my 'Referendariat'
- organizing the 3 months in Columbia
- learning Spanish

Dienstag, 8. Mai 2012

Artikel über... Juliette (Wer sonst?!)

[Hier ein Artikel über Juliette Grécos Konzert in Stuttgart aus dem Reutlinger Generalanzeiger.]

Konzert – Juliette Gréco im Stuttgarter Theaterhaus

Göttin des Chansons

STUTTGART. Es ist einfach unmöglich. Da ist der unvergleichliche Auftritt von Juliette Gréco. Eine Frau voll Anmut und Eleganz. Dieses sprühende Wesen, dieser Ausdruck, diese Körperlichkeit. Und diese Frau soll im Februar ihren 85. Geburtstag gefeiert haben? Wie Zahlen doch trügerisch sein können. Juliette Gréco wandelt im Stuttgarter Theaterhaus im für sie längst berühmten Samtkleid auf die Bühne, wird stets durch den warmen Lichtkegel aus der Dunkelheit und dem schwarzen Bühnenhintergrund gehoben.

Wie facettenreich dieses Leben war, bringt die Frau, die einst zur Muse der Existenzialisten wurde, in eigentlich allen ihren Lieder rüber. Jean-Paul Sartre hatte ihr Talent als Sängerin entdeckt, Schriftsteller wie Sagan und Camus haben für sie in jungen Jahren Texte geschrieben. Der Zauber, der sie umgibt, war schon immer da. Unergründlich, philosophisch, ins Leben greifend. Nun wirkt alles intensiver, reifer, vollendeter.

Zart und brüchig

Ihr Gesang mit leicht rauchigem Grundton lebt nun noch mehr vom Zarten und Brüchigen, zelebriert das Gehauchte und Angedeutete, kennt aber auch das Kraftvolle und Energische. Im Vortrag ist Leichtigkeit und Theatralik, dazu das beeindruckende Spiel der großen, filigranen Hände. Da sind auffällig viele nachdenkliche Momente. In „J’arrive“ geht es um einen Dialog mit dem Tod. „Aber warum ich, warum jetzt?“, heißt es in einer Zeile. Juliette Gréco singt das mit Würde und geistiger Tiefe.

Sie wird von Gérard Jouannest am Flügel begleitet. Ihre große Liebe, ihr zweiter [dritter – Anm. v. Guitchime] Ehemann, Jean-Louis Matinier spielt Akkordeon. Die instrumentale Begleitung ist vorzüglich, aufs Wesentliche beschränkt. Alles sitzt, passt wunderbar zum Gesang. […] Überaus kokett präsentiert sie „Déshabillez-moi“ (Zieh’ mich aus), was sie sonst nicht mehr singen würde – sie macht eine Ausnahme. [Sie meinte, eigentlich sei sie zu alt dafür, aber „normal“ sei sie eben nicht. – Anm. v. Guitchime]

Titel von Serge Gainsbourg

Mehrere Titel, die Gréco immer mit Charme samt Anmerkungen kurz ansagt, stammen von Serge Gainsbourg, den sie gefördert hat. „Accordéon“ strotzt nur so vor Leben, in „Jeunesse“ [ „La Javanaise“ – Anm. v. Guitchime] fliegen zum Schluss Küsse gen Himmel. Mehrfach fliegen sie glücklichen Gästen entgegen [mir zum Beispiel – Anm. v. Guitchime]. In „Vivre“ gesteht sie, dass sie für ihre Liebschaften lebt. Ganzkörpergänsehaut gibt es vom ersten bis zum letzten Ton bei „La chanson des vieux amants“.

Juliette Gréco ergreift das Publikum. Nach anderthalb Stunden sind da stehende Ovationen, die nicht enden wollen. Der Auftritt ist als „Geburtstagskonzert“ deklariert. Dem Vernehmen nach ist es die letzte Tour [NIEMALS! – Anm. v. Guitchime]. Die Götten des französischen Chansons wird sich wohl zurückziehen. Sie verabschiedet sich mit ihrer ganz eigenen Interpretation von Jacques Brels „Ne me quitte pas“, mit ungeheurer Wirkung. Mehr geht nicht. Unzählige Rosen [mehr als in Paris – Anm. v. Guitchime] werden zur Bühne gebracht. Der Applaus lässt Juliette Gréco lange nicht gehen. Sie verneigt sich mehrfach tief, umarmt das Publikum nochmals innig – und geht. (mwm)